Rundreise Süd-Westjapan für Aktive: Meere, Berge und Kultur

Weiter südlich geht es in Japan kaum: wir beginnen die Reise im "Nizza" Japans, der Küstenstadt Kagoshima, von wo aus wir mit der Fähre nach Yakushima fahren. Die Insel (Natur Weltkulturerbe UNESCO) ist berühmt für die mehrere 1000 Jahre alten Zedern, die wir uns bei einer Wanderung durch den Shiratani Unsuikyo Zedernwald ansehen werden – der mit seiner verzauberten Atmosphäre auch als Kulisse für den Animee-Film "Prinzessin Mononoke" diente. Hohe Niederschläge in einzelnen Gebieten lassen hier bis zu 1.900 Pflanzenarten wachsen.
Ein Tag auf der Insel steht zur freien Verfügung, für weitere Wanderungen, den Besuch von heißen Quellen direkt am Meer, oder eine Inselrundfahrt.
Von Yakushima aus geht es mit der Fähre zurück nach Kagoshima, von dort mit Zug und Bus in den Kirishima Nationalpark, wo wir in dem kleinen Onsen-Ort Ebinokogen (900m)in einem Onsenhotel übernachten werden. Am Tag der Ankunft werden wir einen kleinen Spaziergang um einige kleinere Kraterseen machen; am nächsten Tag besteigen wir den "Karakunidake" (1.700m), den "Berg, von dem aus man Korea sehen kann". Auch wenn man bis Korea selten sehen kann: die Bucht von Kagoshima und der in ihr gelegene fast perfekte Kegel des Sakurajima-Vulkans sind, eingebettet in die wunderbare umgebende Vulkanlandschaft, meist sehr gut zu sehen; wer mag kann sich dann noch einer längeren Wanderung (ca. 4 Stunden) über drei weitere, flachere Vulkanberge und an einem beeindruckenden Kratersee vorbei anschließen.
Von Ebinokogen geht es weiter nach Minamata, wo wir am Nachmittag in den Bergen eine ökologische Teeplantage besuchen werden. Am nächsten Morgen zeigt uns dann ein Reispapierkünstler, wie man japanisches Papier (washi) herstellt.
Weiter geht es nach Kumamoto und zu einem der bekanntesten Landschaftsgärten Japans, dem Suizenji Garten aus dem 17. Jahrhundert. In ihm werden die 53 Poststationen nachgebildet, die an der alten Handelsstraße zwischen dem früheren Edo (Tokyo) und Kyoto lagen – einschließlich eines Fuji-Berges. Wenn es die Zeit erlaubt, besuchen wir noch das Haus, in dem Lafcadio Hearn wohnte, einer der ersten westlichen Autoren, die im 19. Jahrhundert im Land lebten und über Japan schrieben.
Mit der Fähre geht es nach Shimabara, am Fuße des Unzen Vulkans gelegen. Dieser Vulkan, der zuletzt 1995 aktiv war, bietet nicht nur das "Tal der Hölle" in knapp 1.400m Höhe mit Schwefel-quellen und entsprechend gespenstischer Atmosphäre, sondern manchmal auch fantastische Aussicht bis zum ca. 80km entfernten Aso-Vulkan in Zentral-Kyushu. Hier werden wir natürlich in einem Onsen-Ryokan (japan. Pension) übernachten.
Vom Unzen geht es in den japanischen "Schmelztiegel der Kulturen", nach Nagasaki, wo sich koreanische, chinesische, christlich-europäische und japanische Kultur vermischt und in Form vonTempeln, Kirchen und Wohnhäusern besichtigt werden kann. Sie haben hier – nach einem gemeinsamen Stadtspaziergang - einen freien Tag zur Verfügung, an dem Sie viele Möglichkeiten für Aktivitäten entwickeln können: bummeln und shoppen, einen Ausflug auf die "Gunkanjima-Insel unternehmen, die heute regulärvon Booten ab Nagasaki angefahren wird. (tokyofotosushi.wordpress.com)
Und natürlich besteht die Möglichkeit, den Friedenspark mit dem Atombombenmuseum zu besuchen.
Am nächsten Tag besuchen wir tagsüber das Städtchen Arita, das zusammen mit Imari als Verschiffungshafen in der ganzen Welt für sein Porzellan berühmt ist – und schon seit dem 17. Jahrhundert war, als das Porzellan nach Europa exportiert wurde. Wir schlendern durch die Strassen und sehen uns individuell Geschäfte und Töpfereien an. Am Nachmittag geht es nach Fukuoka weiter.
Den Vormittag werden wir nutzen um uns kurz in dieser modernen Stadt umzusehen, die geprägt ist von jungen Leuten und schicken Einkaufsmöglichkeiten wie der "Canal City". Dann bringt uns eine dreistündige Bahnfahrt mit dem Shinkansen nach Kyoto.
Immer ein ganz klarer Höhepunkt ist Kyoto als kulturelles Zentrum Japans mit seinen Tempeln, Gärten und Vielzahl an traditionellen Handwerken. Wir werden einige der berühmtesten Tempelanlagen am ersten Tag besuchen; der zweite steht Ihnen zur freien Verfügung. Fakultativ können Sie an einem Tagesausflug nach Nara zum größten Holzbauwerk der Welt, dem Todaiji-Tempel, teilnehmen.
Dann bleibt leider nur noch der Rückflug – oder Sie verlängern die Reise individuell, wobei wir Ihnen gerne behilflich sind!
Reisedetails:
1. Tag: Abflug ab Deutschland
2. Tag: Ankunft Osaka, Kansai Airport, Weiterflug nach Kagoshima.
Vom Flughafen Kagoshima mit dem Bus in die Stadt zum Hotel, einchecken, Spaziergang?
3. Tag: Auf die Insel Yakushima (Frühstück, Abendessen)
Ca. vier Stunden braucht die Fähre ab Kagoshima nach Yakushima. Nach der Ankunft einchecken, dann mit dem Bus zum Nagata Inaka Hama (Strand). Relaxen, Spaziergang am Strand... und Besuch eines Banyan (Art Feigenbaum)-Gartens.
4. Tag: In den Zedernurwald Shiratani Unsuikyo (Frühstück, Abendessen)
Mit dem Bus geht es zum Eingang des Zedernurwaldes, dann ca. 3 Stunden zu Fuß durch diesen verzauberten Wald mit seinen jahrtausende alten Zedern. Es braucht nicht viel Glück, um Affen und Rehe in trauter Eintracht zu sehen!
5. Tag: freier Tag (Frühstück, Abendessen)
Mit dem öffentlichen Bussenkann man eine ganze Inselrundfahrt machen und sich Wasserfälle ansehen – oder direkt am Meer in einem Onsen versinken, die Landschaft auf sich wirken lassen oder einfach am Strand spazieren gehen! Und natürlich können ganz aktive sich auf eine 10-stündige Wanderung zur 7000 Jahre alten Jomon-Zeder machen...
6. Tag: Mit Fähre, Taxi, Zug und Bus nach Ebinokogen (900m)(Frühstück, Abendessen)
Von Kagoshima aus geht es an der gleichnamigen Bucht entlang in die Berge des Kirishima Nationalparks, der viele Möglichkeiten für Vulkanwanderungen bietet. Am Nachmittag machen wir nach unserer Ankunft in Ebinokogen Onsen Hotel einen ca. 1,5-stündigen Spaziergang zu drei kleineren Kraterseen bei Ort und können ansonsten in der heissen Quelle entspannen.
7. Tag: Vulkanwanderung (Frühstück, Abendessen)
Wer mag kann sich heute sein Abendessen wirklich verdienen: von Ebinokogen aus besteigen wir den Karakunidake (1.700m, ca. 1,5 Std.). Alleine schon der Blick vom Gipfel auf die Bucht von Kagoshima ist traumhaft schön! Von dort aus kann man in einer kleineren Runde (überwiegend Abstieg) nach Ebinokogen zurückkehren, oder aber die Wanderung über drei weitere Bergspitzen (max. Höhenunterschied dann 300m) ca. 4 Stunden weiter, an einem mächtigen smaragdgrün schimmernden Kratersee vorbei zum Takachiho Informations-zentrum wandern. Der Abstieg ist steinig und relativ steil. Mit dem lokalen Bus geht es zurück zum Hotel. Man lernt die heißen Quellen schätzen!
8. Tag: Über Kagoshima nach Minamata (Frühstück)
Am späten Vormittag erreichen wir Minamata, wo wir unser Gepäck abgeben und am Nachmittag eine Bio-Teeplantage in den Bergen besichtigen. Wir lernen den Prozess der Teeverarbeitung kennen und werden natürlich verschiedene Teesorten verköstigen!
9. Tag: Herstellung von Japanpapier, Weiterfahrt nach Kumamoto (Frühstück)
Ziel am Morgen ist es, Japanpapier selber herzustellen und dabei den Produktionsprozess kennenzulernen. Unter der kundigen Anleitung von Amano-san, einem Künstler auf diesem Gebiet, der auch aus Algen Papier herstellt, werden wir mit viel Spaß zum eigenen Papier kommen.
Anschließend geht es weiter nach Kumamoto, einer beschaulichen alten Samuraistadt mit einem der schönsten Landschaftsgärten Japans, dem Suizenji-Garten. Auch ohne zu wissen, dass im Garten die Landschaft der 53 Poststationen zwischen Tokyo und Osaka dargestellt werden, ist man von der Anlage und ihrer Stimmung verzaubert!
10. Tag: Mit der Fähre nach Shimabara, mit dem Bus auf den Unzen Vulkan (Frühstück, Abendessen)
Wir schicken ein Hauptgepäckstück nach Nagasaki voraus! Für den Unzen nur Rucksack.
Ca. eine Stunde dauert die Überfahrt nach Shimabara am Fuße des Unzen Vulkans, von dort geht es mit dem Bus in den Ort Unzen nahe dem Gipfel. Ein Spaziergang führt zu dem sogenannten "Höllental", in dem es von lauter heißen Quellen und Schwefellöchern nur so dampft... Bei klarem Wetter wunderbare Sicht auf die Bucht von Shimabara, bis zum Aso-Vulkan und auf die südlich gelegenen Inseln!
11. Tag: Weiterfahrt Nagasaki, Stadtbesichtigung (Frühstück)
In diesem "Meltingpot" Japans besuchen wir zuerst einen chinesischen Tempel, schlendern durch die Tempelstadt und besuchen die Glovergärten, in denen die Häuser einiger Europäer aus der Meiji-Zeit (19. Jhr.) noch erhalten sind und von wo aus man einen schönen Blick auf die Bucht von Nagasaki und ihre Werften hat. Die Oura Kirche am Eingang zeugt von den christlichen Missionierungsbestrebungen seit dem Ende des 16. Jahrhunderts. Unsere kleine Pension liegt nahe beim Chinesenviertel, das wir abends besuchen können.
12. Tag: Nagasaki zur freien Verfügung (Frühstück)
Es gibt viele Möglichkeiten, einen Tag in Nagasaki mit interessanten Besichtigungen zu verbringen: man kann den Friedenspark mit dem Atombombenmuseum besuchen, eine Bootsfahrt zu "Schlachtschiff-Insel" oder einer vorgelagerten Onsen-Insel unternehmen, Sasebo mit den landschaftlich wunderschönen "99 Inseln" besuchen oder sich einfach durch die Stadt treiben lassen.
13. Tag: Über Arita nach Fukuoka (Frühstück)
Morgens, nach einer kurzen Zugfahrt, erreichen wir Arita, das zusammen mit Imari (dem Verschiffungshafen) in Europa seit dem 17. Jahrhundert für sein Porzellan berühmt ist. Es besteht die Möglichkeit, verschiedene Geschäfte und Töpfereien zu besuchen – und eventuell ein schönes Stück zu erstehen. Abends erreichen wir Fukuoka (bzw. den Stadtteil Hakata), wo wir in der Nähe des Bahnhofs übernachten.
14. Tag: Vormittags Fukuoka, nachmittags Weiterfahrt nach Kyoto (Frühstück)
Fukuokas Stadtbild wird geprägt durch viele junge Leute und vielerlei Einkaufsmöglichkeiten; eine davon, die "Canal City" werden wir besuchen und vielleicht einen "Hatakata-Ramen" (Nudelsuppe) zum Mittag geniessen. Danach geht es mit dem Shinkansen in das kulturelle Zentrum Japans, nach Kyoto.
15. Tag: Kyoto Stadtbesichtigung (Frühstück)
Wir werden zuerst zwei Tempel besuchen, die durch ihre besondere Anlage und Gärten bestechen: den Daisen-in und den Silbernen Pavillon. Über den Philosophenweg spazieren wir in Richtung Innenstadt, besuchen den Yasaka-Schrein im Maruyama-Park und schlendern durch die Altstadt mit ihren vielen kleinen Läden zum Kiyomizu-Tempel, von dessen Terrasse aus man einen schönen Blick auf Kyoto hat. Ein Spaziergang durch Gion rundet den Tag ab.
16. Tag: Kyoto zur freien Verfügung (Frühstück)
Sie können weitere der berühmten Tempelanlagen wie den Zentempel Ryoanji oder den Goldenen Pavillon besuchen, sich das Schloß ansehen, durch endlose Torii-Tunnel des Fushimi-Inari-Schreins spazieren – oder fakultativ an einem Ausflug nach Nara zum größten Holzbauwerk der Welt, den Todaiji-Tempel, teilnehmen (Tagesausflug). Mit im Programm enthalten sind der Kasuga-Schrein mit seinen tausenden Laternen und die Yoshiki-Gärten.
17. Tag: Rückflug ab Osaka nach Deutschland (Frühstück)
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem durchgehenden Zug von Kyoto zum Kansai International Airport – Sayonara Japan!
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Karte
Leistungen:
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Linienflug Deutschland – Japan – Deutschland |
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7-Tage Japan Railway Pass |
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alle Transfers vor Ort |
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13 Übernachtungen in landestypischen Pensionen, 2 Übernachtungen in westlichen Hotels (DZ) |
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15 Frühstück, 6 Abendessen |
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Besichtigung inkl. Eintrittsgelder |
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Stadtführungen |
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Infomaterial |
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Kompetente deutsch/japanisch sprechende Reiseleitung |
Nicht enthalten: |
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nicht aufgeführte Mahlzeiten |
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Eintritte und Transport an freien Tagen |
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Kerosinzuschläge nach dem 01.04.2011, bis einen Monate vor Reiseantritt |
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Reiseversicherung |
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Fakultativer Ausflug Nara, 75.- Euro |
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Termine 2012:
Letzter Anmeldetermin:
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Jeweils zwei Monate vor Reisebeginn |
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Mindestteilnehmerzahl:
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8 Pers., max. 12 Personen |
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Reisepreis:
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